Karnevalsgesellschaft Löstige Ubier 1952 Köln e. V.
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Agrippina

Agrippina die Jüngere

Am 6. November des Jahres 15 wird sie in der Ubiersiedlung Oppidum Ubiorum geboren. Ihr Vater war Germanicus, Chef des Heeres der Römer hier am Rhein. Er befehligte zu der Zeit ca. 70.000 Mann. Ihr Großvater war der Kaiser Tiberius und ihr Urgroßvater der Kaiser Augustus.

Agrippina heiratete mit 13 Jahren einen vermögenden Reeder. Aus dieser Ehe kam ein Kind. Zu der Zeit war Agrippina 22 Jahre alt. Ihr Mann stirbt kurz darauf und sie erbt ein Vermögen.

Dann wird ihr Onkel Claudius neuer Kaiser in Rom. Ihn hätte sie sich gerne gekrallt. Der war aber noch mit Messalina verheiratet. Also heiratete sie hier erstmal einen Senator. Nach vier Ehejahren stirbt dieser aber und wie es das Schicksal so will, stirbt auch Messalina. Damit war der Weg für die beiden frei und tatsächlich heiraten sie dann auch.

 

Dazu wird in Rom eigens ein Gesetz geändert, das es nun erlaubt, daß Onkel und Nichte heiraten dürfen. Agrippina hatte jetzt erreicht, was sie wollte und sie stand nun im Mittelpunkt der Macht.

Im Jahre 50 setzte sie durch, daß ihr Geburtsort zur römischen Kolonie erklärt wird und die Stadtrechte verliehen bekommt. Das frühere oppidum Ubiorum trägt fortan den Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Dazu muß man wissen, daß diese Rechte der Stadt einen enormen Aufschwung brachten. Es entstanden viele neue Arbeitsplätze, Verwaltungen für den Markt und den Straßenbau entstanden, sowie für Polizei und Justiz. Die Wasserversorgung und vieles mehr mußte geregelt werden. Dazu kam, daß keine Grundsteuer gezahlt werden mußte, was viele Menschen bewog, hier in die Stadt zu ziehen.

Die Geschichte der Agrippina geht aber noch weiter. Sie bringt ihren Mann, den Kaiser Claudius mit Gift um. Aber auch sie kommt nicht ungeschoren davon, denn sie selbst wird von ihrem Sohn, dem Kaiser Nero, ebenfalls umgebracht.

 

Das Leben und der Weg dieser Frau war von einem starken und ungeheuren Machtwillen beherrscht. Viele sexuelle Eskapaden und viele Tote säumten ihren Weg. In der heutigen Stadt Köln erinnert aber nicht mehr viel an ihre Gründerin. Sie ist lediglich nur eine von 124 Figuren am Stadthaus. Und eine Uferstraße ist nach ihr benannt. Das versichern wir Euch.

 

All das ist wohl etwas wenig, wenn man bedenkt, wieviel die Stadt ihr zu verdanken hat.

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